Archiv für die Kategorie „Kultur“

Javier Salinas: Die Kinder der Massai

Samstag, 5. September 2009

Als Mängel-Exemplar gekauft, doch eines der Bücher mit den wenigstens Mängeln, die ich gelesen habe. Geschrieben aus der Sicht eines kleinen Jungen, beschreibt es dessen Gefühlswelt nicht nur während der Trennung seiner Eltern und seiner Einstellung gegenüber der Tatsache, dass ihm sein Vater somit im ersten Moment ferner erscheint. Sehr schön ist hier der Bezug zu den Kindern der Massai, dessen Väter kommen, gehen und unbestimmt zu sein scheinen.

Eine Geschichte, die Mut mach, das übliche Familienmodell einmal anders zu denken.

Vermittelt mir der Klappentext meiner Fischer-Ausgabe. So ist es. Diese kleine Geschichte konnte mir einen Nachmittag versüßen.

Die Kinder der Massai auf AmazonÜber den Autor in der Wikipedia

Beim Leben meiner Schwester

Samstag, 5. September 2009

Von Hollywood erwarte ich eigentlich nie all zu viel. Dementsprechend war ich auch ein wenig pessimistisch gewesen als ich zum ersten Mal den Trailer des neuen Filmes Beim Leben meiner Schwester zu Gesicht bekam. Eine Literatur–Verfilmung ist der neue Streifen; das passende Buch hatte ich allerdings noch nicht gelesen als ich dann auf einmal im Kino saß. Und von allen Seiten hörte ich eine junge Mädchenstimme, die mir ihre Geschichte erzählte. Eine interessante Geschichte, wie sich herausstellte; eine Lebensgeschichte, die ich in dieser Form noch nicht kannte.

Aber nicht nur die junge Stimme erzählte, eine ganze Familie erzählte. Eine Geschichte. Und diese Art und Weise der Erzählung gefiel mir, denn sie zeigte, dass — obwohl aus verschiedensten Sichtweisen erzählt — das Thema dennoch immer wieder ein und dasselbe war, dass es sich doch immer wieder nur um eine Person drehte; aber nicht um die junge Mädchenstimmte des Anfangs. Beim Leben meiner Schwester skizziert das Leben einer Familie, die mit dem Schicksal eines Mitgliedes zu kämpfen hat, dessen Krebserkrankung. Und sie hat mit der Entscheidung der Mutter zu kämpfen, ihr Kind niemals dem Tod zu überlassen. Keine schöne Geschichte, eine tiefgründige Geschichte, die nicht nur Leben, Tod und Krebs thematisiert, sondern auch die Gebrechlichkeit der Gesellschaft im Allgemeinen.

Und so war ich nicht enttäuscht vom Streifen, den eineinhalb Stunden, die ich im Kino saß. Denn —  trotz Hollywood, welchem ich wirklich sehr kritisch gegenüberstehe — konnte ich mir wirklich einen sehr gelungenen Film anschauen.

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